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Tirol

Alpenpässe in Tirol

Die höchsten und schönsten Pässe der Region – mit Höhe, Streckenlänge und Maut-Hinweisen.

Die höchste Auffahrt in Tirol

Ötztaler Gletscherstraße

2803 m 19 km mautpflichtig

Die mautpflichtige Ötztaler Gletscherstraße führt zu den Sommerskigebieten Tiefenbachferner, Rettenbachferner und Pitztaler Jöchl. Sie wurde 1972 erbaut. Gerade morgens und abends ist hier wegen der Skigebiete auch mit Verkehr zu rechnen.

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Maut & Vignette: In Österreich gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen Vignettenpflicht – einzelne Alpenstraßen (z. B. Großglockner-Hochalpenstraße, Timmelsjoch) sind zusätzlich mautpflichtig mit eigener Streckenmaut.

Alpenpässe in Tirol

Kaunertaler GletscherstraßeMaut
Gletscherstraße

Kaunertaler Gletscherstraße

2750 m 39 km

In Prutz beginnt das Kaunertal, das sich bis in die gigantische Eiswelt des Weißsees und des Gepatschgletschers zieht. Gleich am Eingang des Kaunertals liegt hoch über der Straße auf der linken Seite die Burg Bernegg - einst ein Jagdschloss Kaiser Maximilians.

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Hahntennjoch
Alpenpass

Hahntennjoch

1894 m 28 km

Das Hahntennjoch ist eine recht schmale Passstraße mit hohem Erlebniswert. Immerhin stößt man hier bis in hochalpine Regionen vor, erlebt dabei mächtige Geröllrunsen und schwindelerregende Abhänge. In Pfafflar stehen auch die ältesten Häuser Tirols aus dem 13. Jahrhundert.

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Zillertaler HöhenstraßeMaut
Höhenstraße

Zillertaler Höhenstraße

2020 m 48 km

Ob man nun gern Maut zahlt oder nicht, die Zillertaler Höhenstraße ist diese Gebühr wert. Einziges Manko – wegen der landschaftlichen Schönheit der Strecke trifft man hier auch Reisebusse an. Strecke und Geschichte Die Scheitelstrecke der Zillertaler Höhenstraße ist knapp 20 Kilometer lang.

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TimmelsjochMaut
Alpenpass

Timmelsjoch

2474 m 51 km

Auf der österreichischen Seite ist diese Strecke mautpflichtig, bestens ausgebaut und unaufgeregt. Deutlich spannender präsentiert sich die Timmelsjochstraße dann in Südtirol, wo keine eigene Mautstelle steht und enge Kehren sowie schmalere Teerbänder warten.

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Kühtai-Sattel
Alpenpass

Kühtai-Sattel

2017 m 44 km

Die Straße über den Kühtai-Sattel präsentiert sich auf der Westrampe als recht kurvig und aussichtsreich. Nach der Passhöhe verschwindet das Teerband dann zunächst in langen Lawinengalerien, bevor man durch das Tal des Zirmbachs hinunter ins Sellrain (bei Innsbruck) rollt. Aussichten vom Feinsten sind hier garantiert.

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Stubaier Gletscherstraße
Gletscherstraße

Stubaier Gletscherstraße

1750 m 7 km

Die bustauglich ausgebaute Strecke dient vor allem der Zufahrt zum Gletscherskigebiet. Daher muss man abends und morgens mit ziemlich viel Verkehr – auch mit Reisebussen – rechnen. Die Straße beginnt in Neustift im Stubaital und führt hinauf zur Talstation des Stubaier Gletschers auf etwa 1.750 Metern Höhe.

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ZeinisjochMaut
Alpenpass

Zeinisjoch

1842 m 7 km

Zwei Straßen (nur eine davon ist mautpflichtig) führen vom Paznauntal zum Kopsstausee, der schon in Vorarlberg liegt. Die neue und mautpflichtige Straße ist sehr breit ausgebaut und führt mit maximal 10% Steigung bergan.

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Kitzbüheler HornMaut
Bergauffahrt

Kitzbüheler Horn

1996 m 7,4 km

Vom Promiort Kitzbühel führt eine teils sehr steile Traumstrecke mit Superaussicht hinauf zum markanten Kitzbüheler Horn. Praktisch: Der Beleg für die zu zahlende Maut gilt als Verzehrgutschein im Berggasthaus am Endpunkt dieser Strecke.

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Namloser Tal
Talstraße

Namloser Tal

1360 m 24 km

Die wenig befahrene Straße durchs Namloser Tal ist nicht nur recht einsam, sondern auch wunderschön. So bietet sie eine höchst interessante Verbindung vom Lechtal zum Zugspitzgebiet. Strecke Durchs Namloser Tal führt die Berwang-Namloser Straße L 21. Sie zweigt in Bichlbach von der Fernpassstraße B 179 ab, führt über…

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SchlegeisMaut
Alpenpass

Schlegeis

1810 m 21 km

Zum Schlegeisspeicher im Zamser Tal führt eine mautpflichtige Straße. Gegen Gebühr landet man so inmitten einer grandiosen Bergwelt unter dem vergletscherten Alpenhauptkamm. Hier sollte man also die Wanderstiefel tunlichst mit im Gepäck haben.

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Venter Tal
Talstraße

Venter Tal

1889 m 13 km

Das Venter Tal ist ein Seitental des langgestreckten Ötztals und bietet eine atemberaubende Kulisse. Die Steilwände reichen hier bis an den Straßenrand heran. Auch gilt es, einen engen Felstunnel auf dieser Strecke zu passieren, bevor man den Ort Vent selbst erreicht.

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Pillerhöhe
Alpenpass

Pillerhöhe

1559 m 13,5 km

Diese serpentinenreiche und teilweise nur einspurige Strecke führt bis zu 700 m hoch über das Inntal und eröffnet dabei Traumblicke, die vom Engadin bis hin zu den Ötztaler Alpen reichen. Außerdem hat man am sogenannten Gacher Blick das Gefühl, man würde aus einem Flugzeug hinunter ins Inntal schauen.

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Hoadlstraße
Alpenpass

Hoadlstraße

1552 m 8,5 km

Die Hoadlstraße führt ins bekannte Olympiaskigebiet (Axamer Lizum) von Innsbruck. Landschaftlich ist die Strecke reizvoll, da man hier die schroffen Kalkögel zu sehen bekommt. Wissenswertes Die Axamer Lizum liegt im hinteren Tal des Axamer Bachs, etwa elf Kilometer südwestlich der Innsbrucker Stadtmitte.

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Grießenpass
Alpenpass

Grießenpass

975 m 16 km

Nur der Vollständigkeit halber sei dieser „Pass“ erwähnt, der nördlich der Pinzgauer Grasberge Tirol und Salzburg verbindet. Im Prinzip haben weder Trassenführung, noch Höhenlage etwas mit dem gemein, was man landläufig unter einem Pass versteht.

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Gerlospass alt (Ronachweg)
Alpenpass

Gerlospass alt (Ronachweg)

1507 m 37 km

Der Gerlospass am Übergang der Kitzbüheler Alpen zu den Zillertaler Alpen führt sehr kurvenreich von Zell am Ziller über die Gerloshöhe nach Wald im Pinzgau. Auf seiner Westseite ist die Passstraße bestens ausgebaut.

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Obergurgl
Alpenpass

Obergurgl

1930 m 3 km

Von der Timmelsjochstrecke zweigt im Talschluss des Ötztales die Straße nach Obergurgl ab. Es ist das höchste durchgehend bewohnte Dorf Österreichs und eignet sich hervorragend für Wanderungen in die teils vergletscherten Berge ringsherum. Wissenswertes Die Ötztalstraße B 186 endet hinter Untergurgl.

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Samnaun über Spiss
Alpenpass

Samnaun über Spiss

1846 m 20 km

Südlich von Pfunds zweigt diese wintersichere und bustaugliche Straße vom Inntal ins schweizerische Zollausschlussgebiet von Samnaun ab. Die Schlüsselstellen werden dabei durch Tunnel erschlossen. Natürlich finden hier Zollkontrollen statt.

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Alle Alpenpässe in Tirol mit Höhenprofil, Bewertungen & GPX-Routen im Pässe-Portal.Alpenpässe in Tirol mit GPX

Tirols Mautstraßen als System

Wer eine Woche in Tirol plant, zahlt für die Hochstrecken auf zwei Ebenen. Die erste Ebene ist die österreichische Vignette, die für Autobahnen und Schnellstraßen gilt und auch für Motorräder Pflicht ist — sie bringt einen zwischen den Tälern voran, deckt aber keine einzige Panoramastraße ab. Die zweite Ebene ist die Sondermaut der einzeln betriebenen Berg- und Gletscherstraßen. Jede dieser Strecken hat einen eigenen Betreiber, einen eigenen Tarif und eine eigene Saison. Es gibt also keinen Sammelpreis: Wer an einem Tag zwei Mautstraßen mitnimmt, bezahlt zweimal getrennt an der jeweiligen Mautstelle.

Motorrad in einer Linkskurve, im Tal ein türkisfarbener Stausee, rundum bewaldete Hänge und Gipfel
Kaunertaler Gletscherstraße oberhalb des Stausees. Von Imst aus liegen Kaunertal, Pitztal, Ötztal und Hahntennjoch jeweils in kurzer Anfahrt — deshalb ist das Oberland für die meisten Touren die erste Wahl.

Fürs Planen hilft es, die kostenpflichtigen Strecken nach ihrem Zweck zu sortieren:

  • Maut-Übergänge, die tatsächlich woandershin führen — allen voran das Timmelsjoch nach Südtirol. Diese Strecken haben abends schließende Schranken; wer die letzte Durchfahrt verpasst, steht auf der falschen Seite. Die Heimfahrt gehört deshalb vor der Auffahrt geplant.
  • Gletscher-Stichstraßen wie die Ötztaler und die Kaunertaler Gletscherstraße. Sie enden oben am Eis, gefahren wird dieselbe Kehrenreihe wieder hinunter — die Maut bezahlt man für Auffahrt und Rückweg auf einer Route.
  • Mautfreie Höhenquerungen ohne Schranke und ohne Zeitfenster: das Kühtai zwischen Sellrain und Ötztal sowie das Hahntennjoch ins Lechtal. Sie kosten nichts und lassen sich zu jeder Tageszeit fahren — am Hahntennjoch allerdings mit der Lärmbeschränkung, die weiter unten steht.

Die konkreten Tarife und Öffnungstermine wechseln von Straße zu Straße und von Saison zu Saison. Die meisten Hochstrecken machen erst im Frühsommer auf und schließen im Oktober.

Gletscherstraßen: Maut für eine Strecke ohne Gegenseite

Serpentine der Kaunertaler Gletscherstraße vor vergletscherten Gipfeln
Kaunertaler Gletscherstraße oberhalb von Feichten

Eine Mautstraße bezahlt man normalerweise für einen Übergang. Man löst an der Schranke, fährt über den Scheitel und kommt in einem anderen Tal, einem anderen Bundesland oder einem anderen Staat wieder herunter. Die Tiroler Gletscherstraßen drehen dieses Prinzip um. Die Auffahrt ab Sölden im Ötztal und die Auffahrt ab Feichten im Kaunertal enden beide an einem Parkplatz unterhalb des Eises. Keine Gegenseite, kein Anschluss, keine Weiterfahrt. Wer hier bezahlt, kauft eine Hin- und Rückfahrt auf derselben Trasse.

Halle aus hellem Holz mit Dutzenden historischen Motorrädern in Reihen, vorn eine Norton
Top Mountain Motorcycle Museum an der Timmelsjoch-Mautstelle in Hochgurgl: rund 280 Maschinen, Anfang 2021 abgebrannt und am 18. November 2021 wiedereröffnet.

Fahrerisch ist das keine Einschränkung, sondern eine eigene Disziplin. Beim Abstieg kennt man jede Kehre, die man eine halbe Stunde vorher hochgefahren ist — die Abfahrt ist der eigentliche Teil der Übung. Das Gefälle ist durchgehend, über weit mehr als tausend Höhenmeter, und geht auf die Bremsen.

Ein dritter Fall liegt im Pitztal. Dort endet die Straße im hintersten Talschluss, das Gletschergebiet darüber wird von einer unterirdischen Bahn erschlossen. Asphalt gibt es bis zur Talstation, weiter nicht. Für die Planung heißt das: Das Pitztal ist eine Stichfahrt mit Umkehrpunkt, keine Höhenstraße.

Der zweite Unterschied zur klassischen Passstraße liegt beim Betreiber. Gletscherstraßen sind Infrastruktur der Bergbahnen; ihre Befahrbarkeit hängt am Skibetrieb und dessen Räumung, nicht allein an einer Verordnung des Landes. Auf dem Rettenbachferner wird im Herbst Weltcup gefahren, die Zufahrt entsprechend freigehalten. Und getankt wird unten — oberhalb der Mautstelle steht keine Zapfsäule mehr.

Achensee und Unterland: niedrige Übergänge, kurze Wege

Nordöstlich von Innsbruck ändert sich der Maßstab. Der Achensee liegt auf einer Terrasse deutlich über dem Inntal: Man klettert aus dem Talboden heraus, fährt oben fast eben am Wasser entlang und verlässt Tirol am Nordende Richtung Bayern. Zwischen Karwendel und Rofan ist das die einzige durchgehende Straßenverbindung nach Norden — ein Korridor, kein Netz. Eine Ausweichroute auf gleicher Höhe gibt es nicht, und das merkt man an Sommerwochenenden.

Gletscher über einem türkisfarbenen Schmelzwassersee, links ein Tunnelportal in einer Geröllhalde
Am Tiefenbachferner endet die Ötztaler Gletscherstraße. Sie führt ab Sölden auf 15 Kilometern zum Rettenbach- und zum Tiefenbachferner, dazwischen liegt der Rosi-Mittermaier-Tunnel, der höchstgelegene Straßentunnel Europas.

Östlich davon beginnt das Unterland und mit ihm eine andere Art von Strecke. Um Wörgl, Kufstein und das Kaisergebirge sind die Übergänge niedrig, bewaldet und kurz: der Ursprungpass hinüber nach Bayrischzell, die Wege über Thiersee, die Verbindungen über Walchsee und Kössen Richtung Chiemgau. Zweitausend Meter gibt es hier nicht, dafür eine hohe Dichte an Ortsdurchfahrten, Tempo-50-Abschnitten und Kreisverkehren. Als Sackgasse mit Reiz liegt das Brandenberger Tal dazwischen, das aus dem unteren Inntal nach Norden ins Karwendel-Vorfeld führt und dort endet.

Das Unterland ist damit vor allem Ankunfts- und Abreisegebiet. Aus dem Münchner Raum ist man schnell da, und für den ersten oder letzten Tag einer Tour ist eine flüssige Runde über zwei kleine Übergänge mehr wert als eine weitere Passhöhe. Zwei Nachbarn werden hier nur gestreift: Das Zillertal zweigt bei Strass nach Süden ab und hat eine eigene Seite; Osttirol grenzt gar nicht erst an Nordtirol und ist nur über Salzburg oder Italien erreichbar — ebenfalls ein eigenes Kapitel.

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