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Tirol

Sehenswürdigkeiten in Tirol

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kultur & Sagen

Tiroler Sagen von Berggeistern und wilden Frauen

Hochalpine Straße mit Schneefeldern an der Kaunertaler Gletscherstraße
Die Kaunertaler Gletscherstraße führt bis auf 2.750 Meter
Motorradstraße im Namloser Tal in Tirol
Das einsame Namloser Tal (1.360 m)

Wer die Nordkette, das Wipptal oder das Ötztal anfährt, kreuzt Schauplätze, die in den Tiroler Sagen seit Jahrhunderten besetzt sind. Viele dieser Geschichten erklären eine konkrete Felsformation, einen Schuttkegel oder einen Ortsnamen – man sieht im Vorbeifahren den Stein, um den sich die Sage dreht. Was folgt, ist Überlieferung und kein historischer Befund; als Lesart der Berge ist sie trotzdem einiges wert.

Frau Hitt – die versteinerte Riesenkönigin über Innsbruck

Das markanteste Beispiel steht direkt über der Stadt. Auf der Nordkette ragt der Felsturm Frau Hitt (2.270 m) auf, das Wahrzeichen Innsbrucks – aus passender Blickrichtung wirkt die Formation wie eine Frau zu Pferd. Die Sage erzählt von einer hochmütigen Riesenkönigin gleichen Namens: Als eine Bettlerin mit Kind sie um Brot bat, reichte Frau Hitt ihr einen Stein statt eines Laibs. Der Fluch der verzweifelten Mutter ließ Königin und Sohn zu grauem Fels erstarren – für alle Zeit als steinernes Mahnmal über dem Inntal.

Die Geschichte ist alt: erstmals 1811 in der Zeitschrift Morgenblatt festgehalten, später von den Brüdern Grimm in die Deutschen Sagen (1816, Nr. 233) aufgenommen. Wer von Innsbruck über die Hungerburg Richtung Nordkette unterwegs ist oder die Stadt aus dem Mittelgebirge anfährt, hat den Felsturm fast durchgehend im Blick.

Haymon und Thyrsus – Riesenkampf zwischen Zirl, Seefeld und Wilten

Wer von Innsbruck über Zirl Richtung Seefeld zieht, fährt durch das Kerngebiet einer zweiten Sage. Der Riese Haymon soll hier den feindlichen Riesen Thyrsus erschlagen haben – überliefert wird der Schauplatz dort, wo heute Zirl an der Oberinntalstraße liegt; der tödlich verwundete Thyrsus soll sich in die Berge vor Seefeld geflüchtet haben. Von Schuld geplagt, gründete Haymon der Sage nach das Stift Wilten im Süden von Innsbruck und lebte dort als einfacher Laienbruder. Die Sage datiert seinen Tod auf 878 n. Chr. im Kloster Wilten.

Zum Stoff gehört auch ein Drache: In der nahen Sillschlucht soll ein Untier den Klosterbau Nacht für Nacht zerstört haben, bis Haymon es tötete und ihm die Zunge herausschnitt. Was als „Drachenzunge" überliefert ist, lässt sich heute besichtigen – das in Gold gefasste Stück (tatsächlich das Rostrum eines Sägefisch-Verwandten) wird den Tiroler Landesmuseen / dem Ferdinandeum in Innsbruck zugeordnet. Der Riesenkampf taucht zudem im Innsbrucker Riesenrundgemälde-Umfeld am Bergisel wieder auf.

Die Saligen Fräulein – Schutzgeister und Rache im Ötztal

Weiter südwestlich, im Ötztal, sind die Saligen Fräulein zuhause – wohlgesonnene Berggeister, solange man ihre Regeln achtet, allen voran das Verbot, Gämsen zu schießen. Eine Ötztaler Sage erzählt von einem Jäger, der eine Gamsherde bis in den Bereich des Hintereis verfolgte; aus einer sich öffnenden Felsspalte trat ein Salig-Fräulein und warnte ihn. Als er sein Versprechen brach und erneut zur Jagd kam, brachen unter Getöse Felsmassen herab. Die Schuttkegel und Bergstürze, die man im Ötztal noch heute sieht, gelten in der Sage als Spur dieser Rache. Auf der Anfahrt durch die Lärchen- und Zirbenwälder des Ötztals hat man dieses Bergsturz-Gelände unmittelbar vor Augen.

Stubaital – versteinerte Frevler an den Gipfeln

Auch das Stubaital, südlich von Innsbruck Richtung Stubaier Alpen, ist dicht an Bergsagen. Mehrere drehen sich um Bestrafung von Übermut – ein wiederkehrendes Muster der Tiroler Sagenwelt:

  • Der Wilde Pfaff (beim Zuckerhütl): Ein Priester, der die Jagd selbst an Feiertagen nicht lassen konnte, wurde zur Strafe versteinert und liegt nun unter ewigem Eis.
  • Medrazer Stille (bei Fulpmes): Ein einst blühendes Bergdorf namens St. Margarethen verfiel sittlich und beutete die Wälder aus; eine Flut zerstörte alles. Die unheimliche Stille, die zurückblieb, steckt bis heute im Flurnamen.
  • König Serles: Der markante Gipfel über dem Wipptal wird in der Volkssage mit einem verfluchten, zu Stein gewordenen Herrscher verbunden – der Bergname selbst hat mit der Sage nichts zu tun.

Für die Tour heißt das: Die Gipfelnamen, die links und rechts der Strecke auftauchen, sind keine Zufallsvokabeln. Wer die Sagen kennt, liest die Bergkulisse anders – und hat an Pausenstopps wie der Hungerburg, in Zirl oder am Taleingang des Stubai- und Ötztals den jeweiligen Schauplatz direkt vor dem Visier.

Bergbau & Welterbe

Bergbau & Geschichte: lohnende Stopps für Regentage

Blick auf vergletscherte Gipfel im Kaunertal
Gletscherblick an der Kaunertaler Gletscherstraße
Alte Festungsanlage an der Straße zum Reschenpass
Alte Festungsanlage an der Straße zum Reschenpass

Tirol hatte seine erste Hochkonjunktur lange vor dem Tourismus: Im Inntal lag um 1500 das Silber, das halb Europa finanzierte. Genau das macht die Region zur Rückfallebene, wenn die Pässe in den Wolken hängen. Während Timmelsjoch, Hahntennjoch und Co. im Regen keinen Spaß machen, liegt unter Tage konstant trockenes Wetter bei zwölf Grad. Drei Stopps lohnen sich, alle im Inntal an der A12 und damit auch bei Dauerregen ohne Passüberquerung erreichbar.

Schwazer Silberbergwerk – „Mutter aller Bergwerke"

Schwaz war im Spätmittelalter das bedeutendste Bergbauzentrum Mitteleuropas. Um 1500 lebten hier über 12.000 Menschen – nach Wien die zweitgrößte Siedlung im Habsburgerreich. 1554 schufteten an Spitzentagen mehr als 7.000 Knappen in den Stollen. Das Schwazer Silber finanzierte Kaiserwahlen und Kriege, abgebaut wurde es unter anderem mit Kapital der Augsburger Fugger. Das Stollennetz im Revier umfasst rund 500 Kilometer.

Für die Besichtigung geht es über den Sigmund-Erbstollen ins Berginnere: Die ersten 800 Meter legt man sitzend in der Grubenbahn zurück, danach folgt der Rundgang zu Fuß. Eine klassische Führung dauert etwa 90 Minuten. Im Berg herrschen ganzjährig konstante zwölf Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit – warme Jacke und feste Schuhe sind Pflicht, egal wie heiß es draußen ist. Geöffnet ist das Schaubergwerk ganzjährig täglich; in der Hauptsaison starten die Touren im engen Takt, in der Nebensaison seltener. Damit trägt Schwaz einen kompletten Regentag: Anfahrt direkt an der A12, Ausstellung und Stollen unter Dach.

Münze Hall in der Burg Hasegg

Rund 15 Kilometer westlich, in Hall in Tirol, steht die zweite Hälfte der Geschichte: Wo das Schwazer Silber zu Geld wurde. In Hall prägte man 1486 erstmals den Guldiner – den ersten großen Silbertaler, aus dem sich über die Jahrhunderte der Begriff „Dollar" ableitete. Erzherzog Ferdinand II. verlegte die Münzstätte 1567 in die Burg Hasegg, hier kam erstmals die mechanische Walzenprägung zum Einsatz. Zwischen 1748 und 1768 entstand hier millionenfach der Maria-Theresien-Taler, der weltweit als Handelsmünze zirkulierte. 1809 endete die Prägung, heute ist die Anlage Museum.

Das Münz-Erlebnismuseum zeigt historische Prägemaschinen und die Stadtarchäologie Halls. Wer Höhe verträgt, steigt über 186 Stufen auf den zwölfeckigen Münzerturm – oben warten der weltgrößte Silbertaler und der Blick über die mittelalterliche Altstadt, das Inntal und das Karwendel. Geöffnet ist in der Saison Dienstag bis Sonntag, montags ist Ruhetag. Burg, Museum und Turm sind wettergeschützt – ein voller Halbtag, der sich mit einem Bummel durch die gut erhaltene Haller Altstadt verbinden lässt.

Knappenwelt Gurgltal in Tarrenz

Wer ohnehin Richtung Imst und Hahntennjoch unterwegs ist, findet in Tarrenz im Gurgltal eine dritte Option. Die Knappenwelt ist ein Bergbau-Freilichtmuseum zum früheren Bleiabbau der Region: neun originalgetreu nachgebaute Gebäude und Erzaufbereitungsanlagen vom Bergschmied über Pochwerk bis zum Knappenhaus, dazu das archäologische Museum „Die Heilerin vom Gurgltal". Wichtig für die Planung: Anders als Schwaz und Hall ist die Knappenwelt nur saisonal von Mai bis Oktober geöffnet, montags Ruhetag – und als Freilichtanlage nur eingeschränkt regentauglich. Als Schlechtwetter-Vollkasko-Stopp eignet sie sich daher weniger als Schwaz, als Programmpunkt einer Gurgltal-Runde aber gut.

Praktisch für die Tagesplanung

  • Stollenklima: In Schwaz konstant zwölf Grad bei hoher Luftfeuchte – eine wind- und regendichte Jacke gehört bei jeder Bergwerks-Tour ins Gepäck.
  • Wetterunabhängig: Schwazer Silberbergwerk und Münze Hall sind komplett überdacht und ganzjährig bzw. saisonübergreifend offen – die sichersten Stopps bei Dauerregen.
  • Saison beachten: Die Knappenwelt Gurgltal hat nur von Mai bis Oktober geöffnet, montags ist Ruhetag.
  • Kombi-Tipp: Schwaz (Silberabbau) und Hall (Prägung) erzählen zusammen die ganze Geschichte und liegen nur rund 15 Kilometer auseinander – ein voller Tag für die Pause vom Sattel.
Sehenswert

Naturstopps im Ötztal, Kaunertal und Pitztal

Motorräder auf der in den Fels gesprengten Passstraße am Gaichtpass
Felsdurchfahrt am Gaichtpass (1.093 m)
Gletscherblick an der Kaunertaler Gletscherstraße
Gletscherblick an der Kaunertaler Gletscherstraße

Die Tiroler Hauptachsen führen selten lange durch reine Strecke. Zwischen Inntal, Achensee und Ötztal liegt fast immer ein Halt am Wegrand, der mehr ist als eine Pinkelpause – ein See, eine Schlucht, ein Wasserfall, der die Maschine zehn Minuten stehen lässt. Wer Tirol nur als Pass-Sammlung abreißt, fährt an der Hälfte vorbei.

Achensee – der große See zwischen Karwendel und Rofan

Der Achensee ist mit rund 9,4 Kilometern Länge und gut 6,8 km² Fläche der größte See Tirols, eingeklemmt zwischen dem Karwendelgebirge im Westen und dem Rofan im Osten. Er liegt auf 929 Metern, ist bis zu 133 Meter tief und hat fast Trinkwasserqualität – an ruhigen Tagen sieht man mehrere Meter unter die Oberfläche. Erreicht wird er über die Achenseestraße B181, die vom Tegernsee her über den Achenpass (rund 941 m) nach Tirol herüberführt. Der Pass selbst ist kein Kurvenbrett, sondern eine flüssige, gut ausgebaute Alpenüberquerung – der passende Auftakt, bevor es weiter ins Inntal geht.

Am Westufer reihen sich Parkbuchten und Uferplätze, an denen man die Maschine abstellen und auf den See schauen kann. Der Achensee ist ein klassischer Föhn-See: Liegt Südwind an, kann das Wasser binnen einer halben Stunde von spiegelglatt auf weiße Schaumkronen kippen – ein verlässliches Zeichen, dass sich am Himmel etwas tut.

Wasserfälle & Klammen mit Streckenbezug

Zwei Stopps lohnen den kurzen Fußweg von der Straße:

  • Stuibenfall bei Umhausen (Ötztal): Mit 159 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall Tirols, direkt an der Ötztalachse. Von Umhausen führt ein breiter Weg in rund 40 Minuten zum Fuß des Falls, vorbei am Ötzi-Dorf. Wer ins Ötztal Richtung Sölden und Timmelsjoch fährt, hat ihn quasi am Wegrand – ein guter Vormittagsstopp, bevor weiter oben die Höhenmeter kommen.
  • Wolfsklamm bei Stans: Die meistbesuchte Klamm im Karwendel, der Einstieg liegt direkt im Inntal bei Stans, also auf der Hauptachse zwischen Innsbruck und dem Achensee-Abzweig. Über Holzstege geht es durch die enge Schlucht hinauf zum Kloster St. Georgenberg. Klammen und Stege sind nur in der Saison begehbar und kosten Eintritt; im Winter ist die Schlucht wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr gesperrt.

Beide Stopps haben denselben Vorteil: Parkplatz an der Straße, kurzer Anmarsch, kein Tagesprogramm. So bleibt Zeit für die eigentliche Tour.

Höhenwetter: Föhn und der rasche Umschwung

Tirol ist Föhnland. Bei Südwetterlage drückt feuchte Mittelmeerluft gegen den Alpenhauptkamm, fällt auf der Nordseite in die Täler ab und bringt warme, böige Süd- bis Südwestwinde – auf den Gipfeln durchaus Orkanstärke, in den Tälern stürmische Böen. Für Motorradfahrer heißt das zweierlei: erstens spürbarer Seitenwind auf offenen Abschnitten und Brücken, zweitens ein Wetter, das selten lange hält. Föhn ist oft der Vorbote eines Umschwungs.

Dazu kommt das klassische Sommermuster: An schwülen Tagen wachsen schon ab Mittag Quellwolken über den Bergen, am Nachmittag und Abend entladen sie sich verbreitet in Gewittern. Wer hohe Strecken plant, sollte sie früh fahren und nicht um 16 Uhr noch am Pass hängen. Praktische Regeln:

  • Pässe und Höhenstraßen morgens angehen, das Gewitterfenster liegt am Nachmittag.
  • Dreht der Wind oder frischt er plötzlich auf, kündigt sich ein Wechsel an – Regenzeug griffbereit, nicht im hintersten Topcase.
  • Pässe sind ohnehin nur in der Saison (etwa Mai/Juni bis Oktober) offen; im Frühsommer und Herbst kann oben Schnee oder Nässe liegen, während es im Tal noch trocken ist.

Pausenplätze am Wegrand

Gute Stellen zum Durchatmen ergeben sich entlang der Achsen fast von selbst: die Uferparkplätze am Achensee mit Blick auf Karwendel und Rofan, die Talstationen und Wasserfall-Parkplätze im Ötztal, die Gasthöfe an der B181. Wichtiger als der schönste Aussichtspunkt ist der Rhythmus – nach jeder längeren Höhenetappe kurz absteigen, Hände lockern, Wetter checken.

Hahntennjoch und Fernpass: zwei Türen zwischen Inntal und Lech

Zwischen dem Inntal und dem Lech gibt es genau zwei brauchbare Straßenverbindungen, und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Fernpass ist die alte Achse. Schon die römische Via Claudia Augusta lief über Reschen, Inntal und Fernpass Richtung Augsburg, und die Funktion ist dieselbe geblieben: Er trägt den Verkehr aus dem Münchner Raum nach Süden und ist ganzjährig offen. Genau daraus entsteht sein Problem. An Ferienwochenenden steht dort die Kolonne, die Navigationsgeräte schicken den Ausweichverkehr auf die Nebenstraßen der Anliegergemeinden, und das Land Tirol antwortet mit befristeten Fahrverboten für den Durchfahrtsverkehr auf ebendiesen Nebenstrecken. Welche Straßen und welche Termine das betrifft, wird jede Saison neu festgelegt — vor einer Fahrt am Feiertagswochenende lohnt der Blick darauf.

Motorrad auf der Gerlospassstraße über dem Tal
Auf dem Gerlospass (1.628 m)

Das Hahntennjoch ist das Gegenteil: eine Verbindung, die niemand aus Transportgründen braucht. Sie koppelt das Gurgltal bei Imst mit dem Lechtal, hat für Güterverkehr keine Bedeutung und liegt den halben Winter unter Schnee. Wer sie fährt, fährt sie freiwillig. Das erklärt beides — den Ruf der Strecke und die Auflagen, die auf ihr liegen.

Daraus folgt eine schlichte Planungsregel: Das Hahntennjoch ist die Kür, der Fernpass die Pflicht. Fällt das Joch wegen Sperre, Wetter oder Lärmauflage aus, bleibt der Fernpass die einzige durchgehende Rückfalllösung — oder der weite Bogen über das Lechtal nach Westen Richtung Arlberg. Wer im Außerfern übernachtet und im Oberinntal fahren will, trifft diese Entscheidung jeden Morgen neu.

Gletscherstraßen: Maut für eine Strecke ohne Gegenseite

Eine Mautstraße bezahlt man normalerweise für einen Übergang. Man löst an der Schranke, fährt über den Scheitel und kommt in einem anderen Tal, einem anderen Bundesland oder einem anderen Staat wieder herunter. Die Tiroler Gletscherstraßen drehen dieses Prinzip um. Die Auffahrt ab Sölden im Ötztal und die Auffahrt ab Feichten im Kaunertal enden beide an einem Parkplatz unterhalb des Eises. Keine Gegenseite, kein Anschluss, keine Weiterfahrt. Wer hier bezahlt, kauft eine Hin- und Rückfahrt auf derselben Trasse.

Fahrerisch ist das keine Einschränkung, sondern eine eigene Disziplin. Beim Abstieg kennt man jede Kehre, die man eine halbe Stunde vorher hochgefahren ist — die Abfahrt ist der eigentliche Teil der Übung. Sie fordert dafür mehr Umsicht: Ein durchgehendes Gefälle über weit mehr als tausend Höhenmeter geht auf die Bremsen, und wer sie dauerhaft schleifen lässt, hat unten kein Gefühl mehr im Hebel. Motorbremse nutzen, einen Gang tiefer als im Tal, die flacheren Zwischenstücke zum Auskühlen verwenden.

Ein dritter Fall liegt im Pitztal. Dort endet die Straße im hintersten Talschluss, das Gletschergebiet darüber wird von einer unterirdischen Bahn erschlossen. Asphalt gibt es bis zur Talstation, weiter nicht. Für die Planung heißt das: Das Pitztal ist eine Stichfahrt mit Umkehrpunkt, keine Höhenstraße.

Der zweite Unterschied zur klassischen Passstraße liegt beim Betreiber. Gletscherstraßen sind Infrastruktur der Bergbahnen; ihre Befahrbarkeit hängt am Skibetrieb und dessen Räumung, nicht allein an einer Verordnung des Landes. Auf dem Rettenbachferner wird im Herbst Weltcup gefahren, die Zufahrt entsprechend freigehalten. Verlässlich ist trotzdem nur die tagesaktuelle Auskunft des Betreibers. Und getankt wird unten — oberhalb der Mautstelle steht keine Zapfsäule mehr.

Außerfern: ein Landesteil mit Blick nach Norden

Hinter dem Fernpass beginnt ein Stück Tirol, das mit dem Rest des Landes weniger zu tun hat, als die Landkarte vermuten lässt. Der Bezirk Reutte liegt nördlich des Alpenhauptkamms, sein Fluss, der Lech, fließt nach Bayern ab, und die Straßenanschlüsse nach Norden sind zahlreicher als die nach Süden: über Füssen, über Pfronten und Vils, von Schattwald hinüber nach Oberjoch, vom Plansee über den Ammersattel Richtung Graswang und von Ehrwald durch das Loisachtal nach Garmisch. Nach Innsbruck führt dagegen nur der Fernpass, im Sommer ergänzt um das Hahntennjoch.

Fahrerisch ist das eine eigene Kategorie. Statt Hochgebirgsrampen dominieren breite Talböden, der Lech mit seinen Schotterbänken, bewaldete Übergänge und Scheitel deutlich unterhalb der Baumgrenze. Der Gaichtpass hebt von Weißenbach ins Tannheimer Tal, das als Hochtal eigenen Charakter hat und entsprechend viel Ausflugsverkehr trägt. Die schmale Verbindung durch das Namloser Tal ist die stille Variante quer durch den Bezirk.

Praktisch heißt das: Vom Allgäu aus ist das Außerfern Tagesrevier, von Innsbruck aus kostet allein die Anfahrt einen halben Tag. Wer das Gebiet ernsthaft fahren will, verlegt dafür den Standort oder plant es als Etappenziel auf dem Weg nach Vorarlberg. Der Tiroler Lech steht auf weiten Strecken unter Naturparkschutz; das prägt Ausbaustandard, Beschilderung und Kontrolldichte spürbar.

Achensee und Unterland: niedrige Übergänge, kurze Wege

Nordöstlich von Innsbruck ändert sich der Maßstab. Der Achensee liegt auf einer Terrasse deutlich über dem Inntal: Man klettert aus dem Talboden heraus, fährt oben fast eben am Wasser entlang und verlässt Tirol am Nordende Richtung Bayern. Zwischen Karwendel und Rofan ist das die einzige durchgehende Straßenverbindung nach Norden — ein Korridor, kein Netz. Eine Ausweichroute auf gleicher Höhe gibt es nicht, und das merkt man an Sommerwochenenden.

Östlich davon beginnt das Unterland und mit ihm eine andere Art von Strecke. Um Wörgl, Kufstein und das Kaisergebirge sind die Übergänge niedrig, bewaldet und kurz: der Ursprungpass hinüber nach Bayrischzell, die Wege über Thiersee, die Verbindungen über Walchsee und Kössen Richtung Chiemgau. Zweitausend Meter gibt es hier nicht, dafür eine hohe Dichte an Ortsdurchfahrten, Tempo-50-Abschnitten und Kreisverkehren. Als Sackgasse mit Reiz liegt das Brandenberger Tal dazwischen, das aus dem unteren Inntal nach Norden ins Karwendel-Vorfeld führt und dort endet.

Das Unterland ist damit vor allem Ankunfts- und Abreisegebiet. Aus dem Münchner Raum ist man schnell da, und für den ersten oder letzten Tag einer Tour ist eine flüssige Runde über zwei kleine Übergänge mehr wert als eine weitere Passhöhe. Zwei Nachbarn werden hier nur gestreift: Das Zillertal zweigt bei Strass nach Süden ab und hat eine eigene Seite; Osttirol grenzt gar nicht erst an Nordtirol und ist nur über Salzburg oder Italien erreichbar — ebenfalls ein eigenes Kapitel.

Der Talboden des Inn und die Frage des Rückwegs

Das Inntal ist doppelt belegt: Autobahn und Bundesstraße laufen über weite Strecken parallel. Die Autobahn kostet Vignette und bringt Tempo, die Bundesstraße ist frei und führt durch die Orte, mit allem was dazugehört — Ampeln, Tempo 50, Lieferverkehr, Radfahrer. Beides ist Transport, keines ist Fahrspaß. Dazu kommt der Schwerverkehr: Die Achse Kufstein–Brenner gehört zu den wichtigsten Güterrouten Europas, und wenn Tirol die einfahrenden Lkw dosiert, staut es schon auf bayerischer Seite zurück. Bei stockendem Verkehr auf der Autobahn gilt in Österreich die Pflicht zur Rettungsgasse.

Die eigentliche Planungsfrage lautet aber nicht, wie man durch das Inntal kommt, sondern wie man zurückkommt. Die Seitentäler sind entweder Sackgassen oder sie münden über einen Scheitel in ein anderes Land: nach Südtirol, nach Salzburg, nach Bayern, nach Vorarlberg. Eine Tagesrunde endet deshalb regelmäßig vor der Wahl, entweder denselben Talboden zurückzufahren oder eine sehr große Schleife zu drehen.

Es gibt eine dritte Möglichkeit, und sie wird selten genutzt: die Mittelgebirgsterrassen. Über beiden Talflanken laufen Straßen auf halber Höhe parallel zum Inn — südlich von Innsbruck über Aldrans, Rinn und Tulfes Richtung Hall, nördlich über Gnadenwald, im Westen über das Mieminger Plateau zwischen Telfs und Nassereith. Diese Strecken sind schmaler und langsamer als die Bundesstraße, dafür kurvig, aussichtsreich und frei von Transitverkehr. Als Rückweg sind sie fast immer die bessere Entscheidung.

Lärmauflagen und Höhenfenster

Was die Lärmauflagen im Streckennetz bedeuten

Auf mehreren Strecken im Tiroler Westen gilt über die Sommermonate ein Fahrverbot für Motorräder oberhalb eines festgelegten Standgeräuschwerts. Entscheidend ist dabei ein Detail, das oft übersehen wird: Maßgeblich ist der in den Fahrzeugpapieren eingetragene Wert, nicht die Fahrweise. Eine Maschine mit hohem Eintrag ist auch dann ausgeschlossen, wenn sie untertourig durch den Ort rollt; eine niedrig eingetragene Maschine darf passieren, unabhängig davon, wie sie bewegt wird. Wer nicht weiß, was im eigenen Schein steht, sieht das vor der Anreise nach und hat die Papiere unterwegs griffbereit.

Für das Streckennetz hat das eine klare Folge. Betroffen sind ausgerechnet Querverbindungen im Westen, also genau die Strecken, die das Außerfern mit dem Oberinntal koppeln. Fällt eine Maschine unter das Verbot, bleibt der Fernpass als durchgehende Verbindung, und das Programm verschiebt sich vom Lechtal weg Richtung Ötztal, Kaunertal und Reschen. Die Regel für die Planung lautet deshalb: keine Runde bauen, deren einziges Verbindungsstück eine auflagenbehaftete Straße ist. Die freie Alternative gehört von Anfang an mitgedacht.

Das Höhenfenster der Hochstrecken

Offen bedeutet in Tirol drei verschiedene Dinge, und sie werden gern verwechselt:

  • Landesstraßen: Eine Wintersperre wird aufgehoben, sobald Räumung und Lawinenlage es zulassen. Das Datum verschiebt sich von Jahr zu Jahr um Wochen.
  • Mautstraßen: Zusätzlich zur Saison gibt es eine tägliche Öffnungszeit. Die Schranke schließt am Abend, und wer zu spät oben steht, fährt die Strecke nicht mehr zurück.
  • Gletscherstraßen: Hier entscheidet der Betrieb der Bergbahn, nicht der Kalender.

Dazu kommt der Unterschied zwischen befahrbar und vernünftig. Frisch geöffnete Hochstrecken haben Schneewände am Rand, Schmelzwasser quer über der Fahrbahn und Räumgut in den Kehren. Im Herbst steht in schattigen Nordrampen morgens Frost, während im Tal längst zweistellige Temperaturen herrschen. Grob rechnet man mit einem halben bis einem Grad Verlust je hundert Höhenmeter — bei fünfzehnhundert Metern Anstieg summiert sich das zu einem anderen Klima. Der unterschätzte Punkt ist dabei nicht die Kleidung, sondern der Reifen: Nach einer Pause auf der Passhöhe ist er kalt, die Abfahrt beginnt sofort mit Schräglage, und die ersten Kehren verlangen Zurückhaltung — unabhängig davon, wie gut es bergauf lief.

Innsbruck, Wattens, Stams und Ambras: die Ziele im Inntal

Kaunertaler Gletscherstraße in Tirol
Die Kaunertaler Gletscherstraße führt bis auf 2.750 Meter

Tirol besteht nicht nur aus Pässen. Entlang des Inntals zwischen Innsbruck und dem Achensee liegt die dichteste Reihung an Kultur- und Technikstopps im ganzen Land, die meisten mit Parkplatz direkt am Eingang. Die folgende Auswahl nennt zu jedem Ziel den Streckenbezug dazu.

Innsbruck – Altstadt zu Fuß, Schanze auf zwei Rädern

Die Tiroler Landeshauptstadt liegt an der A12 und ist von fast jeder Tour aus in Reichweite. Die Altstadt selbst ist Fußgängerzone, also Maschine in einem der Parkhäuser am Rand abstellen und die letzten Meter laufen. Das Goldene Dachl ließ Kaiser Maximilian I. zwischen 1497 und 1500 errichten; die 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln über dem Prunkerker sind der Grund für den Namen. Zwei Gehminuten weiter steht die Hofkirche (1553–1563 erbaut) mit dem leeren Grabmal Maximilians – die 28 überlebensgroßen Bronzefiguren ringsum, die „Schwarzen Mander", sind das beeindruckendste Ensemble der Spätrenaissance nördlich der Alpen.

Den Gegenpol zur Altstadt liefert der Bergisel am Südrand der Stadt: die von Zaha Hadid entworfene Sprungschanze, 2002 fertiggestellt, 50 Meter Turmhöhe, der höchste Punkt rund 250 Meter über Innsbruck. Hier kann man tatsächlich bis kurz unter die Schanze hochfahren; oben gibt es Aussichtsplattform und ein Restaurant in 40 Metern Höhe, erschlossen über einen Schrägaufzug. Der Blick über das Inntal ist als Tourabschluss schwer zu schlagen.

Swarovski Kristallwelten Wattens – direkt an der Inntal-Achse

Keine 20 Kilometer östlich von Innsbruck liegt Wattens an der B171; über die A12 ist der Ort in wenigen Minuten erreicht. Die Swarovski Kristallwelten sind kein klassisches Museum, sondern ein 7,5 Hektar großer Park mit Kunst und den unterirdischen „Wunderkammern" hinter dem wasserspeienden Riesenkopf am Eingang. Geöffnet ist in der Regel täglich von 9:00 bis 18:30 Uhr, letzter Einlass 17:30; im November liegen einzelne Schließtage dazwischen. Als Halt auf dem Weg ins Zillertal oder Richtung Achensee gut getaktet.

Stift Stams – der Stopp im Oberinntal

Wer von Innsbruck Richtung Westen, also gen Imst, Landeck oder zum Reschen unterwegs ist, kommt am Stift Stams vorbei – einer Zisterzienserabtei, 1273 gegründet. Anfahrt direkt über die A12, Ausfahrt Mötz, dann ein paar Minuten auf der Bundesstraße. Die Stiftskirche wurde 1984 zur Basilica minor erhoben; sehenswert sind der frühbarocke Hochaltar mit über 80 geschnitzten Figuren und der barocke Bernardisaal. Ein ruhiger Kontrapunkt zwischen zwei Passetappen.

Schloss Ambras – Renaissance am Stadtrand

Am Südosthang Innsbrucks, gut mit dem Bike anzufahren, liegt Schloss Ambras. Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595) baute die mittelalterliche Burg zur Renaissance-Residenz um und legte hier die berühmte Ambraser Sammlung an – das gilt als eines der ältesten Museen der Welt am ursprünglichen Ort. Herzstück ist der Spanische Saal (1569–1572), 43 Meter lang und 13 Meter breit, mit 27 Ganzfiguren-Porträts der Tiroler Landesfürsten. Dazu Rüstkammern, Kunst- und Wunderkammer sowie die Habsburger Porträtgalerie mit Werken von Cranach, Rubens und van Dyck.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Motorrad in einer Kehre der Timmelsjoch-Hochalpenstraße

Timmelsjoch – Passhöhe an der Grenze zu Südtirol

Auf 2474 Metern verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien exakt über den Sattel, der die Ötztaler von den Stubaier Alpen trennt. Direkt an der Passhöhe steht das begehbare Passmuseum der Timmelsjoch Erfahrung; weitere Architekturstationen der Reihe liegen entlang der Strecke – der Steg bei der Mautstelle Hochgurgl, Fernrohr und Granat auf der Südseite.

Anfahrt
Von Norden über die mautpflichtige Timmelsjoch Hochalpenstraße ab Sölden im Ötztal, Auffahrt über Zwieselstein und Hochgurgl. Von Süden aus dem Passeier ab St. Leonhard (Italien), Südrampe mit durchschnittlich 6,4 und maximal 14 Prozent Steigung.
Motorrad-Parken
Kurzparken direkt an der Passhöhe und in den Buchten an den Architekturstationen. An warmen Sommerwochenenden sind die Flächen mittags belegt – dann auf die Ausweichbuchten der Nordrampe zurückgreifen.
Öffnungszeiten
Die Timmelsjoch Hochalpenstraße ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet, nachts gesperrt. Wintersperre in der Regel von Mitte Oktober bis Mitte Juni. Mautstraße.
Höhe/Aussicht
2474 m ü. A., Sattel zwischen Ötztaler und Stubaier Alpen

Ötztaler Gletscherstraße – Rettenbach- und Tiefenbachferner

Am Ausgang des Rosi-Mittermaier-Tunnels liegt mit 2829 Metern der höchste Punkt der Alpen, der auf asphaltierter Straße erreichbar ist. Gletscherblick auf Augenhöhe, ohne Seilbahn und ohne Zustieg zu Fuß.

Anfahrt
Über die Ötztalstraße (B 186) bis Sölden, dort Abzweig auf die Gletscherstraße. 15 Kilometer bis zu den beiden Ferner-Parkplätzen, Mautstrecke. Der Rosi-Mittermaier-Tunnel verbindet Rettenbach- und Tiefenbachferner und ist der höchstgelegene Straßentunnel Europas.
Motorrad-Parken
Weiträumige Parkflächen an den Talstationen der Gletscherskigebiete am Rettenbach- und am Tiefenbachferner. Im Sommer nur schwach ausgelastet, ein Stellplatz ist in der Regel frei.
Öffnungszeiten
Im Sommerhalbjahr befahrbar (Maut). Für den allgemeinen Verkehr in der Regel von Dezember bis Mitte April gesperrt.
Höhe/Aussicht
2829 m ü. A. am oberen Tunnelportal – höchster per Asphalt erreichbarer Punkt der Alpen
Luftbild der Serpentinen des Hahntennjochs zwischen Waldhängen

Hahntennjoch – Passhöhe zwischen Imst und dem Lechtal

1894 Meter Scheitelhöhe auf einer reinen Landesstraßen-Trasse: 29 Kilometer von Imst über Pfafflar und das Bschlaber Tal nach Elmen, mit Rampen bis 18,9 Prozent. Mautfrei und seit Jahrzehnten einer der bekanntesten Motorradpässe Nordtirols.

Anfahrt
Von Osten ab Imst über die L 246 (Anschluss B 189), weiter auf der L 72 über Pfafflar und Boden. Von Westen ab Elmen im Lechtal über die L 266 (Anschluss B 198 Lechtalstraße).
Motorrad-Parken
Stellflächen unmittelbar neben der Straße auf der Passhöhe, dazu mehrere Ausweichbuchten in den Kehren beider Rampen. An Schönwetter-Wochenenden früh belegt.
Öffnungszeiten
Frei zugänglich, keine Maut. Wintersperre in der Regel von November bis Ende April. Ganzjährig gesperrt für Wohnwagen, Anhänger über zwei Tonnen und Fahrzeuge über 14 Tonnen.
Höhe/Aussicht
1894 m ü. A., in den Lechtaler Alpen zwischen Gurgltal und Lechtal

Achensee und die Kanzelkehre

Mit 8,4 Kilometern Länge, 6,8 Quadratkilometern Fläche und 133 Metern Tiefe ist der Achensee der größte See Tirols. Die Steilauffahrt aus dem Unterinntal führt über die Kanzelkehre, von der aus der Blick weit über das Inntal reicht.

Anfahrt
Achenseestraße B 181 ab Strass im Zillertal beziehungsweise Wiesing Richtung Norden; die Kanzelkehre liegt im Steilstück vor Maurach. Weiter am Ostufer entlang über Achenkirch bis zum Achenpass an der bayerischen Grenze, insgesamt 33,5 Kilometer; Pertisau am Südufer liegt abseits der B 181 und wird über eine Stichstraße erreicht.
Motorrad-Parken
An der Kanzelkehre liegt eine Rast- und Aussichtsstelle mit Stellflächen direkt an der Straße. Am See selbst Parkflächen in Maurach, Pertisau und Achenkirch, überwiegend bewirtschaftet.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
Achensee auf 929 m ü. A.; die Kanzelkehre liegt darüber am Steilstück der B 181 mit Blick über das Unterinntal

highline179 und Burgenwelt Ehrenberg bei Reutte

Die 406 Meter lange Hängebrücke im Tibet-Stil spannt sich rund 113 Meter über die Fernpassstraße B 179 und verbindet die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia. Unter der Brücke rollt die Hauptachse ins Außerfern, der Blick geht über das gesamte Talbecken von Reutte.

Anfahrt
An der B 179 Fernpassstraße unmittelbar südlich von Reutte, Zufahrt zur Burgenwelt Ehrenberg, Klause 1. Vom Fernpass kommend liegt die Anlage direkt an der Strecke Richtung Füssen.
Motorrad-Parken
Bewirtschafteter Parkplatz Klause an der B 179, Betreiber ist die Burgenwelt Ehrenberg. Vom Parkplatz sind es rund 20 Minuten zu Fuß bis zum Brückeneingang.
Öffnungszeiten
highline179 täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Eintritt Erwachsene ab 15 Jahren 10 Euro, Kinder von 4 bis 14 Jahren 6 Euro, Familienkarte 30 Euro.
Höhe/Aussicht
113 Meter über der B 179, 406 Meter Spannweite; Blick über das Reuttener Talbecken

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