
Panoramatour Arlberg
Wer ganz im Westen Tirols auf Pässejagd geht, sollte nicht immer nur die schnellsten Verbindungsstraßen zwischen den genialen Alpenstraßen nutzen, sondern auch mal schauen, was es daneben sonst noch so gibt.
Tirol
Strecken-Achsen und fertige Touren mit GPX-Route – alles zum Fahren.
Sechs Runden, jede mit Karte zum Nachfahren.

Wer ganz im Westen Tirols auf Pässejagd geht, sollte nicht immer nur die schnellsten Verbindungsstraßen zwischen den genialen Alpenstraßen nutzen, sondern auch mal schauen, was es daneben sonst noch so gibt.

In Österreich führt die Tour zu den Drehorten des James-Bond-Films „Spectre“ entlang der Ötztaler Gletscherstraße. Dazu gehört ein Halt am höchstgelegenen Motorradmuseum Europas am Timmelsjoch.

Über das Hahntennjoch und hinauf auf die Kaunertaler Gletscherstraße erlebt man perfekte alpine Momente und eine erstaunliche Bandbreite an Landschaften in Tirol.

Von der Kajetansbrücke direkt an der Schweizer Grenze und gleich hinter Pfunds gelegen, düst man hinauf zum 1.504 Meter hohen Reschenpass. Zur Staatsstraße gibt es gleich hinter der Grenze zu Südtirol eine tolle Alternative.

Wer in Pfunds das Basisquartier aufschlägt, kann hinsichtlich Alpenpässen aus dem Vollen schöpfen. Im Dreiländereck ist nämlich richtig was los.

Das Inntal mit der Bergwelt, wie dem Wilden Kaiser - rings herum, eröffnet einfach fantastische Tourenmöglichkleiten.




Timmelsjoch (2.474 m). Die Hochalpenstraße verbindet Gurgl im hinteren Ötztal über rund 34 Kilometer mit Moos im Südtiroler Passeiertal – Tirols höchster asphaltierter Grenzübergang Richtung Italien. Sondermaut: 18 Euro für Motorräder einfach, 25 Euro retour (Rückfahrt saisonweit gültig). Geöffnet täglich 7 bis 20 Uhr, die Saison reicht witterungsabhängig von Anfang Juni bis Mitte Oktober.
Hahntennjoch (1.894 m). Die L246/L72 schraubt sich von Imst hinüber ins Lechtal nach Elmen – eng, technisch, mit Rampen bis 19 Prozent. Mautfrei. Wichtig: Das Hahntennjoch liegt im Bezirk Imst und damit in der Lärm-Verbotszone – Maschinen über 95 dB(A) Standgeräusch dürfen vom 15. April bis 31. Oktober nicht hinauf.
Kühtai (2.020 m). Der Übergang vom Ötztal (Oetz) hinüber ins Sellraintal (Gries) führt über den gleichnamigen Hotelort am Scheitel. Gut ausgebaut, die Westrampe nach Oetz mit bis zu 18 Prozent, mautfrei und vignettenfrei – die entspanntere Alternative zu den Sondermaut-Achsen.
Silvretta-Hochalpenstraße / Bielerhöhe (2.032 m). Achtung Sonderlage 2026: Gesperrt ist der Abschnitt zwischen der Mautstelle Partenen und dem Vermuntsee. Von Galtür im Paznaun ist die Straße über die Bielerhöhe bis zum Vermuntsee befahrbar, als Stichfahrt denselben Weg zurück. Eine durchgehende Querung ist nicht möglich.
Zillertaler Höhenstraße (bis rund 2.020 m, Arbisjochkopf 2.133 m). Panoramastraße am westlichen Talhang des Zillertals oberhalb der Baumgrenze mit fünf mautfreien Zufahrten aus Ried, Kaltenbach, Ramsau, Aschau und Zellberg. Mautpflichtig ist nur die knapp 20 Kilometer lange Zentralstrecke; die Mautstelle Nord liegt auf 1.400 m (Zufahrt ab Ried), die Mautstelle Süd auf 1.730 m (Zufahrt ab Ramsau), Aschau und Zellberg stoßen mitten im Verlauf auf die Höhenstraße. Der Scheitel der Mautstrecke liegt am Melchboden auf 2.020 m. Sondermaut für Motorräder 7 Euro, voraussichtlich ab Ende Mai geöffnet. Keine Pass-Querung, sondern Aussichtsbalkon: Auf- und Abfahrt können über verschiedene Zufahrten laufen.
Getankt wird in den Tälern – auf den Hochstrecken und an den Pass-Scheiteln gibt es keine Tankstelle.

Verlässliche Tankpunkte liegen an den Talorten der Inntal-Achse: Imst, Telfs, das Stadtgebiet Innsbruck, dazu Mayrhofen im Zillertal, Sölden und Längenfeld im Ötztal sowie Ischgl/Galtür im Paznaun. Wer von dort eine Stichstraße wie die Silvretta oder eine Höhenstraße wie die Zillertaler hinauf- und wieder hinunterfährt, rechnet die gesamte Distanz doppelt – Auffahrt plus Rückweg.
Dünn wird das Netz in den hinteren Tälern und über die Pass-Sättel hinweg: Zwischen Imst und Elmen über das Hahntennjoch sowie auf der Timmelsjoch-Querung Richtung Südtirol liegen lange Abschnitte ohne Säule. Dünn ist das Netz auch im hinteren Ötztal Richtung Gurgl und im oberen Paznaun. Wer eine Reichweite von rund 150 bis 200 Kilometern bequem fährt, kommt mit einem Vorrats-Stopp im Tal sicher über jede Tagesetappe – kleinere Tanks lieber an jeder größeren Talstation auffüllen, statt auf die nächste Säule am Berg zu hoffen.
Das Fahrverbot für laute Motorräder ist in Tirol keine Eigenheit einer einzelnen Straße, sondern ein regionales Instrument. Der Schwerpunkt liegt seit Jahren im Außerfern, also im Bezirk Reutte, dazu im Bezirk Imst rund ums Hahntennjoch. Betroffen ist jeweils ein ganzes Bündel von Tal- und Passstraßen, nicht ein Einzelabschnitt — die vollständige Streckenliste steht unter Streckensperrungen.

Entscheidend ist das Prinzip: Maßgeblich ist nicht, wie laut man fährt, sondern der Standgeräusch-Wert im Zulassungsschein. Liegt die Maschine über der verordneten Grenze, darf sie in der Sperrzeit gar nicht auf die betroffenen Straßen — unabhängig von der Fahrweise. Bei einem Zubehör-Auspuff entscheidet der eingetragene Wert, und genau der schiebt viele Umbauten über die Schwelle. Der Zuschnitt der Verbotszone wird jährlich neu verordnet.
Für Maschinen über der Grenze sind die betroffenen Straßen im Außerfern und am Hahntennjoch gesperrt — Ausweichstrecken über den Fernpass, das Inntal oder die südlichen Täler bleiben in jedem Fall offen.
Ein Regentag ist in Tirol kein verlorener Tag, aber die Hochstrecken sind dann der falsche Ort. Nasse, schattige Kehren, Rollsplitt nach Sanierungen und Frostschäden auf den oberen Rampen machen genau die Straßen unangenehm, die bei Sonne den Reiz ausmachen. Statt sich das nasse Joch anzutun, lohnt der Griff zu einer anderen Möglichkeit, an Höhe und Panorama zu kommen: den Sommer-Bergbahnen.

Am dichtesten an einer Tour liegt die Nordkette in Innsbruck: Die Hungerburgbahn startet in der Altstadt und braucht acht Minuten bis zur Hungerburg, von dort geht es mit der Seegrubenbahn weiter zur Seegrube und mit der Hafelekarbahn bis auf den Grat über der Stadt. Der Takt liegt bei 15 Minuten, vom 1. Juni bis 30. September gelten verlängerte Betriebszeiten. Weitere Sommerbahnen stehen im Ötztal, im Zillertal, in den Kitzbüheler Alpen und am Achensee. Das Motorrad bleibt trocken an der Talstation, hinauf geht es mit der Gondel — derselbe Blick über Gletscher und Grate, für den man sonst die Kehren fährt.
Der Nutzwert für die Tourenplanung: Die Talstraßen zu den Talstationen sind meist auch bei Regen problemlos zu fahren, während die Pässe sich erst am Nachmittag abtrocknen. So wird aus einem Schlechtwettertag ein Ruhetag mit Programm, ohne dass die Reise ins Wasser fällt.
Öffnungszeit veraltet, Straße gesperrt, Name falsch geschrieben — schreib es hier rein.