Schwazer Silberbergwerk – „Mutter aller Bergwerke"
Schwaz war im Spätmittelalter das bedeutendste Bergbauzentrum Mitteleuropas. Um 1500 lebten hier über 12.000 Menschen – nach Wien die zweitgrößte Siedlung im Habsburgerreich. 1554 schufteten an Spitzentagen mehr als 7.000 Knappen in den Stollen. Das Schwazer Silber finanzierte Kaiserwahlen und Kriege, abgebaut wurde es unter anderem mit Kapital der Augsburger Fugger. Das Stollennetz im Revier umfasst rund 500 Kilometer.
Für die Besichtigung geht es über den Sigmund-Erbstollen ins Berginnere: Die ersten 800 Meter legt man sitzend in der Grubenbahn zurück, danach folgt der Rundgang zu Fuß. Eine klassische Führung dauert etwa 90 Minuten. Im Berg herrschen ganzjährig konstante zwölf Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit – warme Jacke und feste Schuhe sind Pflicht, egal wie heiß es draußen ist. Geöffnet ist das Schaubergwerk ganzjährig täglich; in der Hauptsaison starten die Touren im engen Takt, in der Nebensaison seltener. Damit trägt Schwaz einen kompletten Regentag: Anfahrt direkt an der A12, Ausstellung und Stollen unter Dach.

